Die farbliche Wirkung der Kinesio Tapes

Hier der Link zu den Kinesio Tapes

Die Wichtigsten gibt es in braun, blau, rot, pink, orange und schwarz.

Die Wirksamkeit der Farben ist unbestritten. Natürlich spielt auch die individuelle Suggestion eine große Rolle. Neueste Forschungen bestätigen aber, dass die Haut durchaus in der Lage, ist verschiedene Farbschwingungen aufzunehmen. Durch die jeweilige Farbe verändert sich auch die Dehnbarkeit des Bandes.

Viele Therapeuten haben in der Praxis die Erfahrung gemacht, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, mit welcher Farbe der Patient geklebt wird. Wenn die Wahl auf die falsche Farbe fällt, bleibt das Tape nicht so lange kleben oder es entstehen ganz einfach unerwünschte Symptome.

Die Tapes halten in der Regel sieben bis zehn Tage. Der Patient kann sich damit duschen, schwimmen oder in die Sauna gehen. Nur beim Abtrocknen ist Vorsicht geboten. An den Stellen, wo das Tape klebt, sollte der Patient die Haut mit dem Handtuch nur abtupfen und nicht abreiben.

Innerhalb der MTC-Methode – Minimal Test Collection Verfahren – haben die Farben folgende Bedeutung und Wirkung:

Braun:

Ein braunes Tape – auch neutral genannt – symbolisiert die Erde, Offenheit, Unabhängigkeit und Beziehungsenergie. Die Wirkung ist stabilisierend.

Blau:

Das blaue Tape hat eine kühlende und zugleich beruhigende Wirkung. Am häufigsten wird es bei Entzündungsprozessen oder Schwellungen eingesetzt. Blau symbolisiert zudem Wasser, Kühle und Ruhe.

Rot und Pink:

Das rote oder pinke Tape hat eine stimulierende und wärmende Wirkung. Es fördert die Aktivität in den tiefliegenden Gewebestrukturen. Außerdem ist es durchblutungsfördernd und stoffwechselaktivierend. Es übt auch einen starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem aus. Die Farben Rot und Pink symbolisieren Feuer, Inspiration, Wärme und Licht.

Orange:

Das orange Tape wirkt stimmungsaufhellend, lymphflussaktivierend, hautfestigend und warm. Zudem hilft es gegen depressive Verstimmungen, stärkt das Immunsystem und aktiviert die körpereigenen Abwehrkräfte. Orange ist die Farbe der Jugend. Sie fördert den Abbau von Stoffwechselprodukten und unterstützt die Zellerneuerung.

Schwarz:

Das schwarze Tape wird am häufigsten in Amerika verwendet. Es steht zwar im westlichen Kulturkreis als Farbe des Todes, gilt aber auch als geheimnisvoll und mächtig. Außerdem steht  Schwarz für Individualität und Eigenständigkeit.


 P.S. Für das Kinesio Taping empfehle ich folgende Bücher:
Klicken Sie auf das jeweilige Buch Ihres Interesses!

Das Kinesio Tape

Zwei Tapes entlang meiner Operationsnarben

Die neue Wunderwaffe gegen Schmerzen (fast) aller Art. Das Kinesio Tape auf die schmerzhaften Stellen geklebt und schon wird man ständig sanft massiert!

Das sogenannte Tapen ist nicht erst seit den Olympischen Spielen 2012 in London oder seit der Fußball Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine ein Hingucker, siehe Mario Balotelli beim seinem zweiten Treffer beim Spiel Italien gegen Deutschland. Das Kinesio Tape wird schon längst in der Physiotherapie verwendet und das aus gutem Grund! Schmerzen verschwinden wie durch ein Wunder schon nach kurzer Zeit!

Übrigens: Es gibt auch Bücher, die Ihnen helfen können!




Ein Klebeband gegen Schmerzen

Mir sind die Bänder zum ersten Mal im Fitnessstudio aufgefallen. Stylisch und bunt schmückten sie vor allem den Rücken, was wiederum meine Aufmerksamkeit weckte. Für mich kam das erstmals in die Rubrik „Modeerscheinung“ wie Zumba, Rumba, oder was weiß ich, was es da sonst noch alles gab, gibt und noch geben wird. Fast im Monatsrhythmus konnte ich neue Angebote samt Lockwerbeplakaten mit attraktiven Fitnessmodels im Eingangsbereich meines Fitnessstudios entdecken. Aber was sollten die bunten Bänder? Keine Werbung! Kein Getratsche! Fast geheimnisvoll wurden sie stillschweigend getragen, besser gesagt geklebt. „Und frag mich bloß nicht, warum ich dieses Band in Rosa trage“, warnte mich mancher Blick und schon blieb mir meine Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Bandes im Hals stecken.

Das nächste Mal fielen mir diese bunten Bänder bei der Fußball-Europameisterschaft auf. Und als sich Mario Balotelli im EM-Halbfinale Italien gegen Deutschland bei seinem zweiten Treffer sein Shirt auszog und seinen muskelgestählten Körper vollgeklebt mit Kinesio-Tapes der Welt zeigte, war meine Neugier auf dem Höhepunkt. Aber da ich mich zu diesem Zeitpunkt in Spanien an der Costa del Sol befand, ließ mein Wissensdurst bald wieder nach, gab es doch – man/frau mag es kaum glauben – Schöneres in Marbella als Balotellis nackten Oberkörper.

Das Kinesio Tape auf meinem Rücken

Nach meinem Urlaub an der Costa del Sol, ich überlebte den Rückflug nur mit meinem TENS-Gürtel – das ist kein Werbegag, sondern eine Tatsache – war mein Kopf zwar frei, aber ich spürte die 16 Tage Marbella in meiner Wirbelsäule. Es sollte jedoch noch einige Wochen dauern bis ein Kinesio-Tape meinen Rücken schmücken sollte.

Es ergab sich, dass ich wieder einmal wegen meiner lädierten Wirbelsäule ins Spital musste. Schon bei meinen ersten Aufenthalten im Physiotherapieraum fielen mir die bunten Bänder auf. Sie klebten fast auf jedem Patienten, egal von welchen Schmerzen sie geplagt wurden. Meine Chance war gekommen, ich konnte es förmlich schon auf meinem Rücken spüren, dieses Wunderband. Ich fragte meine Physiotherapeutin nach Sinnhaftigkeit und Wirkung und am nächsten Tag hatte ich schon zwei Bänder auf meinem Rücken kleben. Sie klebte mir jeweils rechts und links von meiner Wirbelsäule ein cirka 20 cm langes Band - im Bereich meiner Verplattung zwischen L5/S1 und L3/L4. Das Wunder von Penzing trug sich an einem Mittwoch um 15 Uhr zu. Nach meiner Therapiestunde begab ich mich zu meinem MacBook Pro und googelte dieses Kinesio-Tape. Was ich da las, ließ Hoffnung aufkeimen. Man kennt das ja zur Genüge, kaum hat man etwas in Google eingegeben, findet man Unmengen von Ergebnissen.

Beim Kinesio-Tape fand ich exakt 2.190.000 Einträge. Die ersten grau unterlegten Vorschläge lasse ich grundsätzlich mal links liegen, weil ich befürchte, dass es sich hierbei ausschließlich um Werbung handelt. Also nahm ich mir die darunter liegenden Google-Vorschläge auf den ersten drei Seiten vor. Zuerst las ich die meistens durchaus informativen Beschreibungen und dann diverse Foreneinträge mit Erfahrungsberichten schmerzgeplagter Leidensgenossen, die teilweise, wie man weiß, auch nicht immer der Wahrheit entsprechen. Aber da ich ein positiver Mensch bin und an das Gute im Menschen glaube, las ich aufmerksam fast jeden Eintrag. 80 Prozent der Postings berichteten fast nur Gutes vom Kinesio Tape und das will im WWW was heißen.

Was kann das Kinesio Tape und woher kommt es?

Entwickelt wurde das Klebeband in Japan. Der Chiropraktiker Dr. Kenzo Kase begann mit dem Band schon in den 1970er Jahren zu arbeiten. Das Kinesio Tape soll den körpereigenen Heilungsprozess fördern. Durch die spezielle Klebung des Bandes erzielt man eine stimulierende Wirkung der betroffenen Muskelpartien, der Gelenke und des Lymph- und Nervensystems. Seit einigen Jahren wird das Kinesio Taping auch in Europa praktiziert und fortlaufend weiter entwickelt.
Je nach Anbringung des Tapes wird eine tonisierende (Tonus = Spannung) oder detonisierende Wirkung (muskelspannungssenkende Maßnahme) erzielt. Dadurch wird die Muskelfunktion verbessert und die Bewegungsfähigkeit gefördert.

Bei krankhaften Veränderungen im Lymphsystem sorgt das Kinesio Taping durch Druckentlastung in dem betroffenen Gewebe für einen wesentlich schnelleren Abbau der Lymphflüssigkeit.
Durch die positive Beeinflussung bestimmter Bewegungsrezeptoren erreicht man eine gesteigerte Bewegungsfreiheit der betroffenen Gelenke. Beim Kinesio Taping ist das Ziel stets, eine uneingeschränkte Schmerz- und Bewegungsfreiheit zu erreichen.

Das Tape kann und soll mehrere Tage getragen werden. Bei manchen Patienten kann das Band ein Hautjucken auslösen. Der Prozentsatz ist jedoch sehr gering, von den meisten Menschen wird es sehr gut vertragen und kann bis zu zwei Wochen auf der Haut belassen werden. Mit dem Kinesio Tape kann man duschen, baden oder in die Sauna gehen. Wichtig ist das Abtrocknen danach. Man soll die geklebten Hautstellen nur mit einem Handtuch abtupfen und nicht, wie gewohnt, abreiben. Das Band soll anfangs unbedingt von einem Therapeuten geklebt werden - ganz wichtig ist dabei die richtige Spannung. Danach kann man auch seinen Partner in die Klebetechnik einweisen lassen. Von einer Selbstklebung ist abzuraten. Das Band muss mit der richtigen Spannung auf die Problemzonen geklebt werden.

Das Kinesio Tape kann bei folgenden Krankheiten zum Einsatz kommen:

Schmerzen in der Wirbelsäule, Tinnitus, Kopfschmerzen, Muskelverletzungen aller Art, Bandscheibenvorfällen, Migräne, Menstruationsbeschwerden, Schwindel, sowie bei Beschwerden nach einer Operation und vieles mehr!


"Das Kinesio-Tape (Kurzform auch Tapen oder Taping) ist eine Therapiemethode von schmerzhaften Erkrankungen, insbesondere des Muskel-, Sehnen- oder Skelettapparates[1], für die es bisher keinen Wirksamkeitsnachweis gibt. Die Behandlung erfolgt durch das Aufbringen von etwa fünf Zentimeter breiten, elastischen Klebebändern auf Baumwollbasis direkt auf die Haut. Dort verbleiben die Klebestreifen zwischen einigen Tagen und bis zu zwei Wochen. Die Tapes werden in zahlreichen Farben hergestellt, wodurch sie nach der Farbenlehre der Kinesiologie angewendet werden können." (c)Wiki

Operations Chronologie

Die erste Operation fand in Friesach am 25. Februar 2004 statt. Der Operateur entschied sich für eine Operation durch den Bauch. Bei dieser Methode wird der Darm zur Seite geschoben und die Wirbel L5 und S1 durch eine Bandscheibenprothese aus Platin zusammengeschraubt. Das ist angeblich einfacher als von hinten, da von vorne nicht so viel Nerven durchtrennt werden können und man so bessere Chancen hat, nicht im Rollstuhl zu landen. Mit einer Knochenentnahme am Beckenkamm wurde die Prothese - siehe Foto unten - mit Eigenknochen aufgefüllt.

Meine Bandscheibenprothese aus Titan
Allein: Diese Operation nützte absolut nichts. Ich dachte damals an das Ende meiner Schmerzen, die mich doch schon seit etwa Mitte September 2003 quälten. Die Ursache kannte man zwar, nur wagte man die Operation nicht, weil die Gefahr einer Querschnittslähmung doch sehr groß war. Doch an so einen Ausgang dachte ich nicht, weil die Schmerzen so arg waren, dass ich sogar einen Rollstuhl in Kauf nahm. Am Ärgsten aber fand ich, dass mir die Ärzte nichts von ihren Befürchtungen erzählten. Die Bandscheibe zwischen L5 und S1 wurde immer dünner und Teile davon waren in den Spinalkanal gewandert. Das verursachte diese unsäglichen Schmerzen.

Diese Operation war völlig umsonst. Mir wurde lediglich die Prothese eingesetzt. Die Bandscheibenteile im Spinalkanal quälten mich weiter.

Also landete ich wieder in Friesach, weil absolut keine Besserung eintrat. Friesach deshalb, weil sich in Wien kein Spital bereit erklärte, mich zu operieren. Ich war nicht privatversichert und die Wartezeit für Normalsterbliche betrug damals - 2003/2004 - etwa 10 Monate. Die Schmerzen waren mittlerweile so schlimm, dass ich nur mehr auf allen Vieren aufs WC kam. Duschen fand so schnell wie möglich statt, da ich höchstens fünf Minuten schmerzfrei stehen konnte. Mein Essen kam mit dem Rotem Kreuz. Ich war zu dieser Zeit kaum fähig, mein Bett zu verlassen, hatte weder Verwandte noch eine Freundin, die sich um mich kümmerten.

Stattdessen kamen Arbeitskollegen und Freunde von Greenpeace - ich arbeitete zum Zeitpunkt meiner Erkrankung zum Glück bei dieser NGO und das war wahrscheinlich meine Rettung - immer wieder zu Besuch, um nach mir zu schauen.

Es war auch ein Arbeitskollege, der mich über einen nahen Verwandten - einen Primar in Villach - nach Friesach vermittelte. Dass es nichts helfen würde, konnte zu dieser Zeit niemand wissen.

Die Ärzte probierten es also noch mal mit einem Eingriff von hinten. Es kam zu einer doppelten Verplattung meiner Bandscheibenprothese. Ich war jetzt von vorne und von hinten verplattet und verschraubt. Die weggebrochenen Bandscheibenteile wurden im Spinalkanal gelassen. Eine weitere sinnlose Operation.

Da sich an meinem Zustand absolut nichts änderte, ging es also wieder in Richtung Friesach. Als mich ein Arzt bei der ersten Visite mit den Worten: "Was machen Sie schon wieder hier? Bleiben Sie doch in Wien, wo Sie wohnen! Ich weiß, dass Sie Bandscheibenteile im Spinalkanal haben, aber die entferne ich Ihnen nicht. Ich gehe das Risiko einer Querschnittslähmung nicht ein!" fast aus dem Friesacher Spital schmiss, war ich ziemlich verblüfft. Das war das erste Mal, dass ein Arzt sich dazu äußerte. Aber immerhin, jetzt wusste ich wenigstens, warum ich noch immer Schmerzen hatte. Dass er zwei völlig sinnlose Operation dazu gebraucht hatte um mir das zu sagen, ist mir bis heute ein Rätsel. 

Also packte ich meine Sachen, fuhr mit dem Taxi zum 500m entfernten Bahnhof, löste mir ein Erstes-Klasse-Ticket - aber nicht weil ich so viel Geld hatte - sondern weil es mir mehr Chancen bot, mich auf eine Bank zu legen, denn an ein längeres Sitzen - mehr als 10 Minuten - war damals noch nicht zu denken. Also, ab nach Wien, wo mich unerwartet  - wie man am unterem Foto sieht - ein Empfangskomitee erwartete! Diese Firma hat mein Leben gerettet. Es mag für manche pathetisch klingen, aber so war es. Das war meine Familie! Ich stehe hier zwar kurz für dieses Foto, freute mich aber schon wieder aufs Hinlegen. Die einzige Stellung, die ich für Jahre einnehme konnte.

Unerwartetes Empfangskomitee meiner Arbeitskollegen - © Bernd Schaudinnus
Und dann kam zufällig das Allgemeine Wiener Krankenhaus ins Spiel. Unter dem Namen AKH ist es zumindest in Österreich besser bekannt. Ich bin mit der U-Bahn täglich und jahrelang vorbeigefahren und das einzige, was mir durch den Kopf ging, wenn ich auf diesen hässlichen Bau schaute: "Hoffentlich kommen ich da nie hinein!" Und als ich dann tatsächlich durch Zufall im AKH landete, revidierte ich recht schnell meine Meinung! Das Personal war topkompetent und die Ärzte sowieso. Das bemerkte ich schon auf den Ambulanzfahrten ins AKH. Damals wurde ich nur liegend transportiert, anders war es nicht möglich. Die einzige Stellung, die ich einigermaßen schmerzfrei ertrug, war am Rücken liegen und die Beine angewinkelt. Mit dieser Stellung musste ich mich etwa fünf Jahre zufrieden geben.

Im AKH meinten die Ärzte kurz: "Um eine OP werden wir wohl nicht herumkommen!"Von mir aus sofort und auf der Stelle. Immerhin schmerzten mich meine Bandscheibenteile damals schon 14 Monate. Mir war damals das Risiko einer Querschnittslähmung egal, denn so konnte und wollte ich nicht weiterleben. So hatte ich im AKH das Glück auf einen Arzt zu treffen, der bereit war, die Bandscheibenteile aus meinem Spinalkanal zu entfernen. Die OP war für Mittag angesetzt. Ich kam mir vor wie auf einem Verschubbahnhof, als mich ein Krankenpfleger in einem riesigen Wartesaal mit meinem Bett abstellte. Ich blickte auf die unzählige Operationssälen. Das AKH in Wien verfügt immerhin über 2000 Betten.

Die Operation dauerte etwa vier Stunden. Ich war gegen 18 Uhr in meinem Zimmer und die diensthabende Schwester sagte mir, dass mein operierender Arzt Nachtdienst hätte. Also bat ich sie, ihn zu fragen, ob er irgendwann einmal Zeit hätte, nach mir zu sehen. Er kam gegen Mitternacht. Und die Frage, ob er meine Bandscheibenteile herausbekommen hat, brennte mir natürlich auf der Zunge. Ich frug also, was es zu fragen gab. Sein Statement: "Naja, eine Spielerei war es schon, aber ich hab sie erwischt!"

Ich war einfach nur erleichtert und litt immer noch unter den Nachwirkungen vom Narkosemittel. Aber die Nachwirkungen waren mitunter recht lustig. Man schrieb zwar erst das Jahr 2004, aber ich hatte damals schon meinen ersten iPod. Die Kopfhörer hingen im Spitalsbett-Dreieck zum Hochhieven und so hatte ich, dank der Nachwirkung des Narkosemittels, zu jedem Song mein eigenes schräges Video im Kopf!

Diese Operation im AKH fand am 19. Dezember 2004 statt. Dabei wurden mir nicht nur die Teile aus dem Spinalkanal genommen, sondern auch gleich die Wirbel L3/L4 verplattet, weil ich im Wirbelfortsatz einen Riss hatte, den ich laut Ärzten von Geburt an hatte und der der Lendenwirbelsäule eine zusätzliche Instabilität gab.

Schmerzen in der HWS (Halswirbelsäule)


Wenn man eine defekte LWS (Lendenwirbelsäule) hat, wirkt sich das früher oder später auch auf die HWS (Halswirbelsäule) aus. In meinem Fall musste meine restliche Wirbelsäule die Verplattung im Bereich L5/S1 und L3/L4 ausgleichen. Dazu gekommen ist die Tatsache, dass ich jahrelang – fünf Jahre - auf den Rücken gelegen bin und so gelesen oder ferngesehen habe. Immer zwei Polster in den Nacken geschoben kann auf die Dauer für die fragile HWS nicht günstig sein. Ich hatte meine Lehren aus meinen Bandscheibenproblemen in der LWS gezogen. Ein paar Wochen nach den ersten Schmerzen konsultierte ich meine Ärztin, eine hervorragende Neurologin. Sie schickte mich zur MRT (Magnetresonanztomographie)und sah auf den Bildern mindestens vier Bandscheibenvorwölbungen. Ich ging sofort zu einer Physiotherapeutin, die mir exzellente Übungen für die HWS zeigte.

Die Schmerzen in der HWS kamen heftig und überfallsartig. Ich wachte mitten in der Nacht auf und dachte, dass ein Messer in meiner HWS steckt. Diese Art von Schmerz kannte ich von meiner LWS. Auch hier fühlte es sich wie ein spitzes, manchmal heißes Messer an, das sich langsam immer tiefer in meinen Rücken bohrt.

Nach meinem Martyrium in der LWS war ich sensibilisiert. Ich begann sofort mit Gegenmaßnahmen in Form von Physiotherapie und Medikamenten. Wenn die Schmerzen zu heftig wurden nahm ich Deflamat mit Magenschutz. Dieses Medikament hat bei mir immer zu heftigen Magenschmerzen geführt, darum nahm ich es nur, wenn es wirklich nicht mehr anders ging. Am meisten half mir die Physiotherapie. Kontinuierlich machte ich die Übungen mindestens drei Mal pro Woche. Noch heute –zwei Jahre später - sind sie in meinem Programm. In der HWS sind die Schmerzen, trotz der Vorwölbungen, so gut wie weg.

Egal ob Schmerzen in der HWS, LWS oder BWS (Brustwirbelsäule) auftreten, das beste Mittel dagegen ist gezielte und regelmäßige Physiotherapie. Jeder sollte aber für sich abklären lassen, welche Übungen für die jeweilige Erkrankung die richtige ist. Mir wurde nach einer Operation in der LWS eine Übung gezeigt, die mich für Jahre zurückwarf. Die Schmerzen waren danach schlimmer als vor der Operation. Wenn ich nur diese Übung ausgelassen hätte, wären mir schlimme und lang anhaltende – über vier Jahre – erspart geblieben. 

Rückentraining für LWS und HWS


Diagonaler Hand-Gegen-Knie-Drücker

Man liegt auf den Rücken, am besten auf einer guten Gymnastikmatte. Die LWS (Lendenwirbelsäule) wird in die Unterlage gedrückt und die Bauchmuskulatur angespannt. Unbedingt weiter atmen! In dieser Stellung wird das linke Bein im rechten Winkel angehoben und die rechte Hand gegen das Knie gedrückt. Die Spannung zehn Sekunden halten. Danach wird die Seite gewechselt. Anfangs werden drei Sätze zu je zehn Wiederholungen gemacht. Das gilt für sämtliche Übungen.


Diagonales Arm und Bein in die Unterlage drücken

Dieselbe Ausgangsstellung wie bei der Übung „Diagonaler Hand gegen Kniedrücker. Abwechselnd wird der linke Arm und das rechte Bein in den Untergrund gedrückt. Dabei wieder auf die Atmung achten! Beim Anspannen ausatmen und beim Loslassen einatmen.


Der Vierfüßer

Man kniet sich auf allen Vieren auf die Matte. Die Wirbelsäule sollte eine Linie mit der Unterlage bilden und darf nicht durchhängen. Wichtig ist die Anspannung der Bauchmuskulatur. Es ist ratsam anfangs die Übung zu kontrollieren. Entweder in einem Spiegel oder durch einen Trainingspartner, bzw. Physiotherapeuten. In dieser Stellung wird der rechte Arm und das linke Bein ausgestreckt und in eine Linie mit der Unterlage und der Wirbelsäule gebracht. Danach der linke Arm und das rechte Bein. Anfangs drei Sätze zu je zehn Wiederholungen.

Den Kopf und Arm zur Seite gleiten lassen

Diese Übung stärkt die feine Muskulatur der fragilen HWS (Halswirbelsäule). Man liegt mit angezogenen Beinen auf der Matte. Atmung beachten und Bauchmuskulatur anspannen. Die LWS wird in die Unterlage gepresst. Die beiden Arme werden in die Höhe gestreckt. Der rechte Arm wird ausgestreckt langsam zur Seite auf die Unterlage gelegt und kommt wieder zurück in die Ausgangsposition. Der Kopf dreht sich mit dem Arm mit. Man schaut dem Arm beim Senken und Anheben zu. Danach kommt die linke Seite an die Reihe. Wenn man diese Übungen gut beherrscht, kann man zur Steigerung leichte Gewichte in die Hände nehmen. Zu empfehlen ist ein zusammengelegtes Handtuch, das unter den Kopf geschoben wird. Die HWS sollte in einer Line mit der restlichen Wirbelsäule sein.

Beide Arme diagonal fallen lassen

Man streckt beide Arme in die Höhe. Dann lässt man einen Arm zurück und einen nach vor fallen. Nicht zu weit, sodass noch eine gute Spannung in der Bauchmuskulatur vorhanden bleibt. Diese Übung wird mit angezogenen Beinen durchgeführt. Wahlweise kann man sich eine Knierolle unter die Beine legen. Diese Übung lässt sich mit leichten Gewichten steigern.



Arme und Schulter abwechselnd anheben

Die Ausgangsstellung wie bei der letzten Übung. Jetzt wird abwechselnd jeweils ein Arm in die Höhe gestreckt. Die jeweilige Schulter wird leicht mit angehoben. Beim Hochstrecken ausatmen! Wie bei allen Übungen gilt auch hier: Drei Sätze zu je zehn Wiederholungen. Zur Steigerung kann man 1 bis 2 kg Hanteln nehmen.



Psychokybernetik


Einige Therapiemethoden bei starken und/oder chronischen Rückenschmerzen, ausgelöst durch Bandscheibenvorfall, Wirbelabnutzung oder Ähnliches.
Ein Buch mit dem sperrigen Titel "Psychokybernetik oder Geistheilung durch sich selbst" war tatsächlich meine erste Hilfe zur Bekämpfung meiner Nikotinsucht. Es ist ein vorzügliches Werkzeug, wenn man sich verändern möchte. Psychokybernetik ist eine Methode, durch positives Denken und Handeln sein Leben erfolgreich und glücklich zu gestalten. Jeder Mensch verfügt über diese Kraft. Bei den meisten schlummern sie ungenutzt vor sich hin. Etwa 20 Prozent der geistigen Kapazität werden von uns genutzt, die restlichen 80 Prozent liegen brach. Diese Technik kann der Schlüssel für vitales und glückliches Leben sein. Und es hat mir geholfen mit dem Rauchen aufzuhören.

Eine Technik aus dem Buch, die ich heute noch anwende ist die der Farbentechnik. Ich stelle mir vor dem Einschlafen sieben Farben mit jeweils sieben Stufen vor, die in meinem geistigen Erholungsort führen. Diesen Ort kann sich jeder für sich gestalten. Meiner ist ein wunderschöner Park an einem ebenso wunderschönen Frühlingsmorgen. Bevor ich mich auf die erste Stufe begebe, bringe ich mich mit richtigem Atmen in Stimmung. Dann beginne ich mir die Farben und die Zahlen vorzustellen. Die erste Stufe 7 färbe ich mit Rot ein. Die zweite Stufe 6 mit Orange. Die Stufe 5 mit Gelb. Es folgen die 4 mit Grün, die 3 mit Blau, die 2 mit Lila und die 1 mit Violett.

Wenn ich auf der Eins bin, überkommt mich eine herrlich angenehme Stille und Geborgenheit. Ich betrete meinen Park, meinen geistigen Erholungsort. Es ist damit erklärbar, dass man sich mit dieser Methode vom Beta-Zustand zum Alpha-Zustand des Gehirns meditiert. Beta Wellen bezeichnet man als normalen Wachzustand (Frequenzbereich 13 bis 30 Hz), Alpha Wellen als tief entspannten Zustand (6 bis 12 Hz). Weiteres gibt es noch die Theta Wellen (3,5 bis 6 Hz), die den Schlafzustand bezeichnen und schließlich die Delta Wellen (0,5 bis 3,5 Hz), die im Koma gemessen werden.

Ich nütze diese Technik heute noch zur Entspannung vor dem Einschlafen. Oder eben zur Schmerzlinderung, indem ich mir vorstelle, dass sich in meiner Lendenwirbelsäule eine angenehme Wärme bildet, die meine Schmerzen mindert. Ich hülle mit dieser warmen und hellen Imagination meinen Problembereich in der LWS ein. Nach 15 Minuten setzt die Wirkung ein. Statt des Schmerzes fühle ich nur noch Wärme und Wohlbefinden. Es versteht sich von selbst, dass diese Methode nicht wirkt, wenn sich losgelöste Bandscheibenteile im Spinalkanal tummeln. Oder eine Bandscheibe an diverse Nerven drückt, oder diese abdrückt. Bei Diagnosen dieser Art hilft nur mehr ein chirurgischer Eingriff. Nach einer erfolgreichen Operation kann die Psychokybernetik helfen. 

Das Wichtigste dabei ist die visuelle Vorstellungskraft, die trainierbar ist. Wie bei den Farben auf den sieben Stufen. Ein Kind wird damit keine Schwierigkeiten haben. Erwachsene haben diese Vorstellungskraft meist eingebüßt. Man kann sie wie einen Muskel wieder aufbauen. Anfangs stellt man sich eine weiße Wand vor. Vor dieser Wand stellen sie sich mit einem Eimer Farbe hin, tauchen einen Pinsel in den Eimer und beginnen die Wand systematisch von links nach rechts, von oben nach unten einzufärben. Wenn Sie das jeden Tag machen, verselbstständig sich Ihre Vorstellungskraft. 

Ernährung für Gewichtsreduktion


Einige Therapiemethoden bei starken und/oder chronischen Rückenschmerzen, ausgelöst durch Bandscheibenvorfall, Wirbelabnutzung oder Ähnliches.
Ich habe innerhalb eines Jahres fast 25 Kilogramm abgenommen. Diese Tatsache wirkte sich äußerst günstig auf meine lädierte Lendenwirbelsäule aus. Im Fitnessstudio würde ich es nicht ohne Schmerzen schaffen 25 kg-Hanteln zu stemmen. Trotzdem schleppte ich diese unnötigen 25 kg als Bauchfett jahrelang mit mir herum. Kein Wunder, dass sich meine Schmerzen mit der Zeit manifestierten und chronisch wurden. Ich habe jetzt zwar noch immer Schmerzen, jedoch nicht mehr so häufig und nicht mehr in dieser Intensität. Wie mir das gelungen ist?

Begonnen habe ich damit, dass ich mich jeden Morgen nach dem Aufwachen auf die Waage stellte und die Zahl in meinen Organizer am PC übertrug. So hatte ich eine Kontrolle über mein Gewicht. Anfangs war es eine ziemlich zähe Angelegenheit, weil mich immer wieder Rückschläge in Form von Fressattacken heimsuchten. Motivation bekam ich von meinen Ärzten. Meine Leberwerte waren zum Beispiel nicht mehr die Besten und mein Blutzuckerspiegel befand sich in bedenklichen Höhen. Also war ich gut beraten abzunehmen. Meinen Gamma GT-Wert konnte ich von 160 auf 60 senken und meinen Blutzuckerspielgel konnte ich von einer einmaligen Entgleisung von über 400 mg/dl auf konstante 85 mg/dl nüchtern senken. Alles in allem war das Abnehmen ein großer Erfolg für meine Gesundheit, vom Wohlbefinden und gestärkten Selbstbewusstsein mal abgesehen. Jetzt schenken mir Frauen wieder Beachtung und das tut gut! Ich kann nur von Vorteilen und gesteigerter Lebensfreude berichten.

Jetzt halte ich erfolgreich mein Gewicht von plus minus 90 kg. Ich bin 191 cm groß und trachte, dass ich nicht mehr über 91 kg komme. Mein Bauchfett ist so gut wie weg und meine Bandscheiben danken es mir jeden Tag. 

Ich beginne mal damit, was ich ernährungstechnisch alles weglasse. Ich verzichte seit etwa sechs Monaten auf fast sämtliche Milchprodukte. Kein Joghurt und keine Milch. Außer ein wenig Käse hin und wieder, lasse ich Milchprodukte jeglicher Art weg. Eine Ernährungsberaterin gab mir den Tipp nach meiner Nierenerkrankung. Im Februar 2012 entfernte man mir erfolgreich ein bösartiges Karzinom an der linken Niere. Zu viele Milchprodukte, in welcher Form auch immer, können einen Tumor nachwachsen lassen. Außerdem begünstigt dieser Verzicht das Abnehmen. Zucker, oder zuckerhaltige  Produkte meide ich zur Gänze. Weißbrot, oder weißes Mehl wird ebenso gemieden. Nikotin und Alkohol kommen mir nicht mehr ins Haus. Ich trinke ausschließlich Wasser, Tee und wenig Kaffee. Seit ich diese ungesunden Produkte aus meinem Speiseplan gestrichen habe, sind meine Kilos gepurzelt.